Bundesliga 13. Spieltag: Dortmund und Schalke trennen sich 4:4

In einem furiosen Revierderby führte der BVB nach 25 Minuten mit 4:0, zeigte dann aber enorme Schwächen. Leipzig besiegte Bremen, Leverkusen gewann in Frankfurt.

Seine Heimatstadt Mönchengladbach brachte Bayerns Trainer Jupp Heynkes kein Glück: Sein Team verlor im Borussia-Park gegen die Heimmannschaft, am Ende stand es 2:1. Das Spiel begann zunächst schleppend, spielerisch war von beiden Teams nicht viel zu sehen. In der 37. Minute berührt Bayerns Abwehrspieler Niklas Süle den Ball im Strafraum mit seinem Arm. Nach zwei Minuten – der Schiedsrichter bekam noch eine Ansage aus der Videozentrale – verwandelt Thorgan Hazard den Strafstoß zum 1:0. Matthias Ginter legt in der 44. Minute nach – 2:0. In der 74. Minute dann der Anschlusstreffer: Arturo Vidal schießt den Ball in die linke untere Ecke. Mehr Tore fallen allerdings nicht und so bleibt es beim 2:1.

Mit dem Sieg gegen Bayern sind die Borussen in der Tabelle am BVB vorbei gezogen und sind jetzt auf dem vierten Platz – punktgleich mit dem FC Schalke 04, der jedoch eine bessere Tordifferenz hat. Bayerns Abstand zum Tabellenzweiten, RB Leipzig, beträgt nun nur noch drei Punkte.  

Borussia Dortmund hat den ersehnten Befreiungsschlag in einem furiosen
Revierderby leichtfertig verspielt. Trotz einer 4:0-Führung nach 25 Minuten kam
das Team von Peter Bosz nicht über ein 4:4 hinaus. Nach dem sechsten
sieglosen Bundesligaspiel in Serie und dem
völligen Einbruch in der 2. Halbzeit muss der Dortmunder Trainer
mehr denn je um seinen Arbeitsplatz bangen. Selbst vier Treffer
binnen 14 Minuten durch Pierre-Emerick Aubameyang (12.), Benjamin
Stambouli (18./Eigentor), Mario Götze (20.) und Raphaël Guerreiro (25.)
ebneten dem BVB am Samstag vor mehr als 80.000  Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park nicht den Weg zum Erfolg. Schalke schlug durch Guido
Burgstaller (61.), Amine Harit (65.), Daniel Caliguiri (86.) und Naldo
(90.+4) in furioser Manier zurück. Der Dortmunder Aubameyang sah in der
72. Minute die Gelb-Rote Karte. Damit hat sich die sportliche Krise beim BVB weiter verschärft.

Der kurzzeitige Höhenflug von Werder Bremen wurde von den Leipzigern
gestoppt. Sechs Tage nach dem 4:0-Sieg gegen Hannover 96 verloren die Hanseaten in Leipzig. Nur vier Tage nach der Champions-League-Gala in Monaco feierte
RB Leipzig am Samstag einen schwer erkämpften 2:0 (1:0)-Erfolg gegen
die Mannschaft von Bremens neuem Trainer Florian Kohfeldt. Bremen bleibt
auswärts sieglos, Leipzig als neuer Tabellen-Zweiter daheim weiter
unbezwungen. Die Treffer für die Sachsen erzielten vor mehr als 40.000 Zuschauern
in der Red Bull Arena Naby Keïta (34.) und Bernardo (87.)

Mit dem zweiten Saisonsieg hat der SC Freiburg eine noch bedrohlichere Lage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga
vorerst abgewendet. Mit 2:1 (0:0) gewannen die Breisgauer gegen den FSV
Mainz 05 und feierten den ersehnten Dreier nach zuvor fünf Partien ohne
Sieg. Torjäger Nils Petersen ließ die Gastgeber am Samstag nach einem
schweren Patzer von Danny Latza in der 51. Minute jubeln. Florian Kath
legte kurz vor dem Abpfiff nach (90.+1). Die Gäste konnten durch Emil
Berggreen nur noch verkürzen (90+2.). Für die Mainzer verlängerte sich die Auswärtsmisere auf nun zwölf
Gastspiele ohne Sieg, mit 15 Zählern bleibt das Team von Coach Sandro
Schwarz vorerst fünf Punkte vor den Abstiegsplätzen. Die Freiburger
rückten mit elf Punkten erst einmal auf den 15. Rang vor.

Bayer Leverkusen hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga
fortgesetzt und Eintracht Frankfurt die erste Niederlage nach sechs
Spielen zugefügt. Dank eines Treffers von Kevin Volland (76. Minute)
feierte die seit nunmehr acht Spielen ungeschlagene Werkself
vor etwa 50.000 Zuschauern einen 1:0 (0:0)-Sieg und kletterte in der Tabelle
mit 20 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang sechs. Frankfurt befindet sich nach der Niederlage mit 19 Punkten auf Platz neun.

Nach fast 80 Minuten in Überzahl hat der FC Augsburg in einem rasanten
Duell mit zwei umstrittenen Video-Entscheidungen die Serie von neun ungeschlagenen Partien
des VfL Wolfsburg unter Trainer Martin Schmidt beendet. Die Augsburger fügten den Wolfsburgern beim 2:1 (0:1) die erste Niederlage unter dem Trainer Martin Schmidt zu. Michael
Gregoritsch (51. Minute) und Alfreð Finnbogason (78.) bescherten den
Augsburgern vor mehr als 26.000 Zuschauern den verdienten ersten Heimsieg seit
dem fünften Spieltag. Daniel Didavi (40.) hatte den VfL mit einem
Fernschuss aus rund 30 Metern dank eines Fehlers von Torwart Marwin Hitz in Führung gebracht.

Vor heimischem Publikum ist Hannover 96 am Freitagabend nicht über ein 1:1-Unentschieden (0:1) gegen den VfB Stuttgart hinausgekommen. Im Spiel der beiden Aufsteiger vor 43.500 Zuschauern hatte Hannovers Martin Harnik die erste große Torchance. Stuttgart bestimmte über weitere Phasen das Spiel und ging in der 24. Minute verdient in Führung, als der Japaner Takuma Asano einen Abpraller vom Hannoveraner Torhüter Philipp Tschauner ins Tor schoss. Nach der Pause wurde Hannover stärker. In der 74. Minute kam das Team schließlich zum Treffer. Nach Foul von Benjamin Pavard an Matthias Ostrzolek verwandelte Niclas Füllkrüg den fälligen Strafstoß. Für Stuttgart war es der erste Auswärtspunkt. Hannover bleibt in der Tabelle zwei Punkte vor dem VfB.